Schimmelpilzuntersuchung

Ihr Schimmelgutachter im Ostalbkreis, Schwäbisch Hall, Heidenheim, Schorndorf und Umgebung

Schimmel ist der umgangssprachliche Begriff für Schimmelpilze, die einen natürlichen Teil unserer belebten Umwelt darstellen. Sie sind ubiquitär, d. h. sie kommen überall vor. Die Anzahl der Sporen variieren je nach Jahreszeit und Witterung. Im Sommer sind bis zu einige Tausend Sporen/m3 in der Außenluft und im Winter sind es deutlich weniger, eher um 100 Sporen/m3.

Charakteristische Merkmale von Pilzen

  • Sporen = Verbreitungs- und Fortpflanzungsorgane von Schimmelpilzen, sie können sehr lange unter ungünstigen Bedingungen überleben
  • Hyphe = die einzelnen Stränge des Myzels werden Hyphen genannt
  • Myzel = gewebeartiges Geflecht, das sich zunächst auf der Oberfläche bildet und dann in die Tiefe wächst. Die einzelnen Stränge des Myzels werden Hyphen genannt
  • Fruchtkörper, ist der sogenannte sichtbare Pilz

Schimmelpilze bauen abgestorbene Biomasse in unserer Umwelt ab und regulieren unser Ökosystem.

Die Außenluft weist ein breites Spektrum an Schimmelpilzen auf. In den betroffenen Innenräumen dominieren oft bestimmte Arten, welche in der Außenluft gar nicht vorhanden sind, dies ist ein Indiz auf eine Innenraumquelle.

In den letzten Jahren sind Schimmelpilze immer häufiger in großen Mengen in Wohn- und Arbeitsräumen anzutreffen. Wird in Wohnräumen eine deutlich höhere Schimmelpilzkonzentration als in der Außenluft nachgewiesen, ist dies nicht nur ein hygienisches Problem, sondern es kann zu gesundheitlichen Problemen der Bewohner kommen.
Schimmelpilze benötigen zum Wachsen unbedingt Feuchtigkeit, sie sitzen nicht gerne auf dem Trockenen! Zusätzlich brauchen sie organische Nährstoffquellen, diese finden sie im Gebäude in vielen Baumaterialien z. B. Tapeten, Tapetenkleister, Anstriche, Putz, Gipskartonplatten, Holz usw.

Meine Dienstleistungen

Begutachtung des Schimmelproblems vor Ort

Visuelle Inspektion

Schadensanalyse unter Berücksichtigung bautechnischen und mikrobiologischen Aspekten.

Auswertung der Ergebnisse

Kann Schimmel in der Wohnung die Gesundheit beeinträchtigen?

Durch immer dichtere Bauweise und höhere Wärmedämmung kommt es zunehmend zur Feuchtigkeitszunahme im Haus. Die erhöhte Feuchtigkeit verursacht Bedingungen, die das Schimmelwachstum ermöglichen und gesundheitsgefährdende Belastungen in Innenräumen hervorrufen.
Schimmel ist einer der häufigsten Konflikte zwischen Mieter und Vermieter. Der Vermieter wirft dem Mieter falsches Lüftungsverhalten vor – der Mieter wirft dem Vermieter einen Mangel am Gebäude vor. Durch Ursachenanalyse oder Datenloggeraufzeichnungen kann die Lösung des Konfliktes gefunden werden und dieser bereinigt werden.
Als unabhängige Sachverständige für die Erkennung, Bewertung und Sanierung von Schimmelpilzbelastungen in Innenräumen begutachte ich Ihre Wohnung oder die betroffenen Räume. Mithilfe von modernsten Feuchtemessgeräte, Wärmebildkamera und anderen Messgeräten biete ich eine qualifizierte Beratung und auf Wunsch auch eine Gutachtenerstellung an.

Schimmelpilzwachstum geschieht am Anfang meistens im Verborgenen. Es dauert eine bestimmte Zeit, bis die Schimmelpilze an die Oberfläche kommen. Häufig reagieren Bewohner bereits, wenn noch keine eindeutigen Anzeichen von Schimmelpilzwachstum sichtbar sind. Sie werden deshalb als mögliche Ursache von gesundheitlichen Beschwerden der Bewohner und Benutzer – die sehr verschieden sein können – zunächst nicht in Betracht gezogen.

Gesundheitliche Beeinträchtigungen entstehen durch giftige Stoffwechselprodukte und der erhöhten Sporenfreisetzung:

  • Atemwegerkrankungen
  • Allergische Reaktionen
  • Erkrankung des Magen-Darm-Traktes
  • allgemeine Erkrankungen durch Immunschwäche
  • Infektionskrankheiten
  • Gliederschmerzen

Fakten zu Schimmel im Gebäude:

Die Gebäude werden immer dichter

Durch die Dichtigkeit findet kein natürlicher Luftwechsel statt, wie in früheren Jahren, d.h. es muss aktiv die warme und feuchte Luft durch Lüften ausgetauscht werden oder technische Anlagen müssen zum Einsatz kommen.

Energieeinsparung führt zu unzureichenden Raumtemperaturen

Durch die Energieeinsparungen werden die Räume nicht richtig erwärmt und es kann leichter Wasserdampf an kalten Oberflächen kondensieren.

Angst vor dem Fenster öffnen

Die falsche Vorstellung, es wird die warme Luft gegen kalte ausgetauscht und kostet noch mehr Heizenergie

80 % unseres Lebens verbringen wir in Innenräumen

Die Innenraumluft ist ein wichtiger Parameter für die Gesundheit der Bewohner, durch dichte Fenster können sich Schadstoffe in der Raumluft anreichern und durch die Atmung aufgenommen werden.

Voraussetzung für Schimmelpilzwachstum in Schwäbisch Gmünd und Aalen

Die normalen Wachstumsbedingungen wie z. B. Temperatur, Nährstoffe (organisches Material), günstiger pH-Wert liegen in der Regel überall vor, aber erst durch ausreichende Feuchtigkeit kommt es zu Schimmelpilzwachstum. Wasser ist die wichtigste Komponente für das mikrobielle Wachstum.

 

Schimmelpilze mögen es gern feucht und warm

Ursache für Schimmelpilzwachstum:
Die Ursachen für das Schimmelpilzwachstum können vielfältig sein, Baumängel und/oder falsches Nutzerverhalten oder Wasserschäden begünstigen das Schimmelpilzwachstum.
Wie kann Feuchtigkeit ins Gebäude gelangen?

Feuchte von außen:

  • z. B. über Dächer und Dachrinnen
  • Risse im Mauerwerk, undichte Fassaden
  • Unzureichender Horizontalsperre
  • Überschwemmungen

Feuchte von innen:

  • falsches lüften und heizen
  • durch Nutzungsänderung z. B. Keller wird zu Wohnraum umfunktioniert
  • Änderung der Personenzahl früher lebte nur eine Person in der Wohnung jetzt eine ganze Familie
  • Neubaufeuchte
  • Kondensation der Raumluft
  • unsachgemäße Nutzung z. B. Wäschetrocknen in der Wohnung, obwohl ein Trocknungskeller vorhanden ist
  • Wasserrohrbruch
  • allmähliche Wasserschäden

 

Feuchtigkeitseintrag einer 4-köpfigen Familie:

Bei einer 4-köpfigen Familie fallen pro Tag zw. 8 und 12 Liter Wasser an. Diese werden durch Kochen, Duschen, Pflanzen, Spülen, Wäsche waschen, Atmung und Pflanzen verursacht. Diese Wassermenge muss jeden Tag wieder aus der Wohnung nach draußen gelüftet werden.
Bewohnt diese Familie eine 70 qm große Wohnung (Raumhöhe 2,5 m) entspricht das reine Raumvolumen ohne Möblierung 175m3.
Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50 % und einer Raumtemperatur von 20° befindet sich 8,65 g Wasser in der Luft.
175 m3 x 8,65 = 1513,75 g / in der Wohnung
Die 4-köpfige Familie bringt täglich 10 Liter Wasser ein, somit müssen 10000g Wasser aus der Wohnung gelüftet werden.
Das ist schon eine erhebliche Menge an Feuchtigkeit. Bei alten Häusern ist durch undichte Fenster und nicht so dichte Bauweise ein natürlicher Luftaustausch vorhanden, dies reduziert das Lüften schon deutlich.

Mit welchen Analyseverfahren kann man Schimmelpilzbefall erkennen?

Schimmelpilzbefall kann zu den verschiedensten Problemen führen. Neben den unschönen Flecken, welche das Schimmelpilzwachstum hinterlässt, sind auch gesundheitliche Risiken gegeben. Eine Schimmelpilzuntersuchung kann Ihnen dabei helfen, das Problem unter Kontrolle zu bekommen. Häufig kann der Schimmelbefall behoben werden, bevor es zu ernsthaften Schäden kommt.

Warum ist eine Untersuchung wichtig?

Nur weil es keinen sichtbaren Schimmel an den Wänden gibt, ist die Wohnung nicht automatisch schimmelfrei. Der Befall kann versteckt, unter Holzplatten oder hinter der Tapete stattfinden. Oder er sitzt tief in den Wänden und ist einfach noch nicht sichtbar. Ein Sachverständiger für Schimmelpilzschäden kann schnell feststellen, ob ein Raum mikrobiellen Befall aufweist.

Es gibt mehrere Analyseverfahren, die bei einer Schimmelpilzuntersuchung angewendet werden:

 

Raumluftanalyse

 Bei einer Raumluftanalyse wird eine Luftprobe analysiert und mit der Außenluft verglichen.

  • Luftkeimsammlung:  Dieses Verfahren erfordert eine Kultivierung der beprobten Nährböden. Ist die Zahl der koloniebildenden Einheiten im Innenraum wesentlich höher als im Außenbereich, wird die Ursache gesucht.
  • Partikelsammlung: Die Luft wird mit einem Schlitzdüsenimpaktor auf einen speziell präparierten Objektträger geleitet, dieser wird dann im Labor mikroskopisch ausgewertet. Diese Methode wird auch als Gesamtsporensammlung bezeichnet, da neben kultivierbare auch nicht kultivierbare Sporen und Mycelbruchstücke erfasst werden.
  • MVCO Messungen (microbial volatile organic compounds)
: Schimmelpilze und Bakterien produzieren beim Abbau von organischen Materialien mikrobielle flüchtige organische Verbindungen und geben diese an die Raumluft ab. Bei dieser Messung wird die Raumluft auf flüchtige organische Verbindungen untersucht.

 

 Materialuntersuchungen

  • Materialproben: Hier wird ein Stück Material entweder mikroskopisch oder durch Herstellung einer Verdünnungsreihe und anschließender Kultivierung auf Schimmelsporen untersucht. Dabei kann es sich um Baustoff, Tapete oder auch Gardinenstoff handeln.

 

 Oberflächenuntersuchung

  • Klebefilmproben
: Auf die zu untersuchende Fläche wird ein Klebefilm gegeben. Die anhaftenden Partikel werden anschließend im Labor mikroskopisch untersucht.


  • 


Abklatschproben
: Ein geeignetes präpariertes Nährmedium wird an die betroffene Oberfläche gedrückt. Diese Platten werden im Labor bebrütet. Sind Schimmelpilze vorhanden, werden diese sich auf dem Nährboden vermehren.

 

Weitere Möglichkeiten

  • 


Schimmelpilzspürhunde: 
Hunde haben eine hochsensible Nase und können bereits geringe Spuren von MVOC’s riechen. Speziell trainierte Hunde werden dafür eingesetzt um Schimmelbefall nachzuweisen.

Feuchte Keller: können auch die Schimmelpilzproblematik, durch thermische Effekte, in Ihren Wohnraum tragen

Sowohl Altbauten als auch neue Häuser sind sehr häufig von Feuchtigkeit im Keller betroffen. Woher diese Feuchtigkeit kommt, lässt sich ohne genaues Hinsehen nur schwer sagen. Dabei können permanente Feuchtigkeitsspuren beispielsweise auch von defekten Waschmaschinen kommen. Feuchte Keller können aber auch das Ergebnis falschen Lüftens sein. Wie in allen Räumen sollte auch im Keller stoßgelüftet werden. Dauerhaft gekippte Fenster oder, noch schlimmer, die im Sommer dauerhaft geöffneten Fenster lassen sehr viel Feuchtigkeit eindringen und sorgen langfristig für feuchte Keller.
Feuchte Keller sind die ideale Heimat für Schimmelpilze und andere Mikroorganismen. Auch wenn Feuchtigkeit ein weit verbreitetes Problem ist, sind die Gefahren dann am größten, wenn sie nicht ohne weiteres zu erkennen sind. So kann sich Feuchtigkeit im Mauerwerk einnisten und dadurch langfristig für negative Beeinträchtigungen sorgen. Feuchte Keller sind dabei oftmals nur der Anfang.
Die in den Baumaterialien enthaltenen Schadstoffe können durch erhöhte Feuchtigkeit freigesetzt werden. Dringt Wasser in die Materialien, quellen diese auf und so verändern sich ihre Eigenschaften grundlegend. Im Keller können durch die Feuchtigkeit Salze freigesetzt werden. Feuchte Keller verursachen offensichtliche Probleme. Wir stehen Ihnen an dieser Stelle zur Seite und analysieren genau, woher die feuchten Keller kommen. Die Gründe sind vielseitig und gehen weit über falsche Lüftung hinaus.

Mikrobiologische Untersuchung im Ostalbkreis

Untersuchung der Raumluft, Oberflächen und Materialien auf Schimmelpilze und Bakterien.

Gründe der Material-, Oberflächen und Raumluftuntersuchung auf Schimmelpilze und Bakterien:

  • Um Belastung durch Schimmelpilze nachzuweisen
  • Um Hinweise auf verdeckten Schimmelbefall zu bekommen
  • Gesundheitliche Probleme der Raumnutzer z. B. Allergien
  • Um Sanierungsempfehlungen abzugeben
  • Um den Erfolg einer Sanierung zu kontrollieren, Freimessung nach einer Schimmelpilzsanierung

 

Mikrobielle Analyseverfahren:

  • Mikroskopie
    • mittels Klebefilmprobe
    • zerstörungsfreie Beprobung
    • Materialproben z. B. Tapete Vorder- und Rückseite
    • zur Sanierungskontrolle
  • Suspensionsverfahren mit anschließender Kultivierung
    • Feuchte- und Schimmelpilzschäden im Unterestrichbereich z. B. Estrichdämmschicht in Verbindung mit Mikroskopie
    • Fäkalschaden im Unterestrichbereich
    • Materialproben z. B. Tapete Vorder- und Rückseite in Verbindung mit Mikroskopie

Staubanalyse:
Diese Analyse wird eher selten angewandt, da die Methode in der Durchführung und Auswertung nicht ausreichend standardisiert ist. Es stehen keine ausreichenden Referenzwerte zur Verfügung.

Luftproben:
Mit speziellen Pumpen und Sammelköpfen wird eine definierte Menge Luft auf eine Probenahmemedium durch Filtration oder Impaktion aufgebracht. Die Proben werden in einem Fachlabor anschließend untersucht. Als Referenzprobe wird die Außenluft beprobt.

  • Kultivierung auf Nährmedien (2 verschiedene) Auswertung koloniebildender Einheiten KBE/m3
    • Geruchsprobleme (Vermutung versteckter Befall)
    • Feuchteschäden
    • Gesundheitliche Probleme
  • Impaktion auf einen Objektträger, Gesamtsporenuntersuchung (es werden lebende und abgestorbene Sporen nachgewiesen)
    • wird im Labor mikroskopisch ausgewertet
    • Sanierungskontrolle

Weitere Möglichkeiten:

  • MVOC Messung
  • Schimmelspürhunde

 

Hinweise auf einen nicht sichtbaren oder versteckten Befall:

  • Muffiger Geruch
  • Sehr hohe Luftfeuchtigkeit im Raum oder an der Bauteiloberfläche
  • Feuchtigkeitsflecken an Baumaterialien, im Volksmund Stockflecken genannt
  • Salzausblühungen am Mauerwerk
  • Aufgeplatzter oder gesprengter Putz
  • Vorhandensein bestimmter Insekten z. B. Staubläuse, Silberfische, Asseln usw.
  • Typische gesundheitliche Symptome

 

Gründe für eine Schimmelpilzuntersuchung

Die mikrobiologischen Untersuchungen werden durchgeführt um:

    • Belastungen durch Schimmelpilze in der Innenraumluft oder am Material zu erkennen
    • Feuchtigkeitsschäden zu erkennen
    • Hinweise auf einen versteckten bzw. nicht sichtbaren Befall zu erhalten
    • Mögliche Ursachen für gesundheitliche Beschwerden der Bewohner zu erhalten
    • Ausdehnung des Schadens festzustellen
    • Sanierungsempfehlungen zu geben
    • den Erfolg der Sanierung zu kontrollieren

Tipps zur Schimmelpilzvermeidung

Reduzierung des Feuchteeintrags durch:

  • Regelmäßige Kontrolle der Luftfeuchtigkeit (am besten das Lüftungsverhalten danach abstimmen)
  • Große Wasserdampfmengen, welche z. B. beim Kochen entstehen, mithilfe einer Dunstabzugshaube nach außen transportieren – Umluft reicht nicht aus!)
  • Nach dem Duschen bzw. Baden direkt Lüften
  • Wäsche nicht in der Wohnung trocknen
  • Schlafzimmer mindestens morgens und abends richtig lüften und beheizen
  • Mindesttemperatur von 16 -18 °C
  • Schließen Sie die Türen von unterschiedlich temperierten Räumen, damit vermeiden Sie, dass die feuchte warme Luft des wärmeren Raumes die kalte trockene Luft befeuchtet und die Feuchtigkeit an den kalten Oberflächen kondensiert

Für ausreichende Oberflächentemperatur sorgen durch:

  • Richtiges Heizen – heizen Sie die kühleren Räume nicht mit der warmen Luft aus wärmeren Räumen
  • Mindesttemperatur im Schlafzimmer 16° C
  • Keine großen Möbelstücke an die ungedämmte Außenwand stellen
  • Wärmedämmung (am besten von außen) verhindert das übermäßige Auskühlen der Oberflächen
  • Wärmebrücken vermeiden